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Historisches

 

1999

In Anknüpfung an die „Werkstatt Naturschutzgeschichte“, die im November 1989 auf Initiative der ABN in Bonn durchgeführt wurde, regen einige BBN-Mitglieder die Gründung eines Arbeitskreises Naturschutzgeschichte an.

2000

Auf seiner konstituierenden Sitzung am 6. Juni formuliert der Arbeitskreis drei zentrale Aufgabenbereiche:

Die Männer und Frauen, die den Naturschutz nach 1945 maßgeblich geprägt haben, sei es in der Verwaltung, im Ehrenamt oder im Verein, sollen nach ihren Erinnerungen und Erfahrungen befragt werden. Diese Zeitzeugeninterviews sollen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden durchgeführt werden.

Es sollen öffentliche Veranstaltungen zu historischen Themen durchgeführt werden.

Es sollen historische Dokumentationen und Forschungen angeregt und publiziert werden.

In einem einführenden Referat betont Henry Makowski die Notwendigkeit einer Geschichtsaufarbeitung durch die Naturschützerinnen und Naturschützer sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit den bisher vorliegenden Ergebnissen der Geschichtsforschung.

Noch im Gründungsjahr beginnen Mitglieder des Arbeitskreises mit den Vorbereitungen für eine umfassende Bibliografie zur Naturschutzgeschichte sowie einer biografischen Quellenedition.

2003

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutzgeschichte wird geplant, eine Reihe von historischen Aufsätzen in der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ zu publizieren. Darin sollen die Geschichte des staatlichen Naturschutzes, der Naturschutztage sowie sozialgeschichtliche Aspekte des Naturschutzes beleuchtet werden.

 

Auf Initiative des Arbeitskreises beauftragt die BBN-Mitgliederversammlung den Vorstand, die jüngst erschienenen Publikationen zum Thema „Naturschutz und Nationalsozialismus“ aus naturschutzfachlicher Sicht kritisch zu würdigen. Darüber hinaus setzt sich der Arbeitskreis für die Erstellung einer Filmdokumentation ein, die die 100-jährige Geschichte des amtlichen Naturschutzes für eine breite Öffentlichkeit aufbereiten soll.

2004

Auf Initiative von Herrn Prof. Blab entsteht im Arbeitskreis die Idee, eine Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Roten Listen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erarbeiten. Zu diesem Zweck veranstaltet der Arbeitskreis in Kooperation mit dem Förderverein der Stiftung Naturschutzgeschichte und der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege ein dreitägiges Symposium. Ein Tagungsband wird 2005 in der Schriftenreihe des Bundesamtes für Naturschutz veröffentlicht.


2005

Das Haus der Natur in Potsdam organisiert gemeinsam mit dem Arbeitskreis und anderen Organisationen eine Gedenk- und Vortragsveranstaltung zu Ehren von Hugo Conwentz. Anlass ist der 150. Geburtstag des Wegbereiters des staatlichen Naturschutzes in Deutschland.

2008

Im Rahmen des 29. Deutschen Naturschutztages in Karlsruhe findet die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises statt. Zwei Vertreter der Stiftung Naturschutzgeschichte geben Einblicke in Forschungsergebnisse und Arbeitsweisen der Stiftung. Dr. Hans-Werner Frohn porträtiert den langjährigen Naturschutzbeauftragten und Leiter der Reichsstelle bzw. Zentralstelle für Naturschutz, Hans Klose, der in vielerlei Hinsicht zu den markantesten Persönlichkeiten des deutschen Naturschutzes gehörte. Jürgen Rosebrock erläutert anschließend die Arbeit des Archivs der Stiftung, welches sich als das „Gedächtnis des Naturschutzes“ versteht.