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--------Foto: Wolfgang Erz [ist bei der Stiftung vorhanden]

--------Foto: Drachenfels o.ä. [Gemälde vom Drachenfels von Schütz]

Arbeitskreis Naturschutzgeschichte

Kurz vorgestellt

Mit der Konstituierung des Arbeitskreises Naturschutzgeschichte im BBN auf dem 25. Deutschen Naturschutztag 2000 in Bamberg wird die von Wolfgang Erz begonnene Initiative zur Aufarbeitung der Geschichte des Naturschutzes aufgegriffen und in kontinuierlicher Form weitergeführt.

Ziel ist, nicht nur Geschichte um der Geschichte willen zu betreiben, sondern sowohl aus dem historischen Blickwinkel heraus zu aktuellen Fragen und Problemen als auch zu allgemeinen Grundlagen des Naturschutzes (z.B. Selbst- und Naturverständnis) Stellung zu beziehen.

Der Arbeitskreis trifft sich mindestens an jedem Deutschen Naturschutztag und ist für alle an Naturschutzgeschichte Interessierte offen.

 


AKTUELL: Fachtagung Naturschutz und Rechtsextremismus

Durch das vermehrte Engagement der rechtsextremen Szene für Naturschutz- und Umweltthemen besteht die Gefahr einer zunehmenden Instrumentalisierung des Natur- und Umweltschutzes. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist eine Auseinandersetzung mit rechtsextremer Ideologie und ihren Strategien sowie mit Gegenmaßnahmen zur Vereinnahmung des Natur- und Umweltschutzes erforderlich.

Zu diesem Zweck lud der BBN am 21. und 22. März 2013 nach Berlin zur Fachtagung "Naturschutz und Rechtsextremismus".

Unter Veröffentlichungen können Sie sich zum Programm informieren sowie Redebeiträge als PDF herunterladen und nachlesen.


AKTUELL: Empfehlungen zum Thema "Naturschutz und Rechtsextremismus"

Der Arbeitskreis Naturschutzgeschichte, der das F+E-Vorhaben „Naturschutz und Rechtsextremismus“ koordiniert hat, und die das Vorhaben begleitende Arbeitsgruppe haben den Entwurf von Empfehlungen an das Berufsfeld „Naturschutz“ vorgelegt, die vom BBN-Vorstand diskutiert und nach Änderungen verabschiedet wurden:

Das Thema Naturschutz und Rechtsextremismus und seine Dynamik muss weiterverfolgt werden. Dazu soll Folgendes bewirkt werden:

  • In regelmäßigen Abständen durchgeführte Veranstaltungen sollen das Bewusstsein und die Sinne der im Naturschutz Tätigen für das Thema schärfen; dies ist auch eine Aufgabe für die Akademien und Bildungseinrichtungen in Bund und Ländern.
  • Die Einrichtung eines bundesweiten Informations- und Kommunikationsportals ist sinnvoll; hier können Informationen und Erfahrungen ausgetauscht sowie Ansprechpartner genannt werden, die bei konkreten Problemen auf Bundes- und Länderebene helfen können.
  • In der Aus- und Weiterbildung sind Module einzuführen, die sich mit der Sach- und Personengeschichte des Naturschutzes auseinandersetzen, um die Gestaltungskompetenz der Naturschutzakteure zu stärken.
  • Die Naturschutzakteure überprüfen, ob es Ehrenmitgliedschaften, Preise u. ä. gibt, die nach Personen benannt sind, die eindeutig antidemokratischem, antisemitischem und rassistischem Gedankengut zuzuordnen sind und streichen diese.
  •  Naturschutzleitbilder, -argumente und -begründungen sind auf Inhalte und Begriffe zu überprüfen, um bestehende Ansatzpunkte für rechtsextremistische Positionen auszuschließen und gezielt Gegenargumentationen zu entwickeln.
  •  Die Zusammenarbeit mit Personen und Organisationen, die demokratiefeindlich, antisemitisch und rassistisch agieren, ist auszuschließen.

 Stand: 22. Juni 2013

Angelika Wurzel Dr. Bärbel Kraft
a.wurzel(at)bbn-online(dot)de dnt(at)bbn-online(dot)de