Kommunaler Naturschutz
Themen und Instrumente
- Biologische Vielfalt
- Globaler Wandel
- Naturschutz und Landschaftsplanung
- Eingriffsregelung
- Kompensation
- Ökokonto
- Schutzgebiete
- Artenschutz
- Erholung und Gesundheitsvorsorge
- Grünflächen
Wichtige Ansprechpartner der Kommunen sind ihre Spitzenverbände
Deutscher Städte- und Gemeindebund
Beispiele vom BMU und BfN geförderte
kommunale Wettbewerbe
Gute Beispiele aus "Grün in der Stadt"
Ein EU Life Projekt sucht die europäischen Hauptstädte der biologischen Vielfalt
Kommunales Bündnis für biologische Vielfalt
Durch Unterzeichnung der angefügten Deklaration können Kommunen diesem Bündnis beitreten.
Kommunen
Städte und Gemeinden nehmen sehr wichtige Aufgaben im Naturschutz und im Bereich der Landschaftspflege wahr. Naturschutz und Landschaftspflege sind zentrale Aspekte einer nachhaltigen und umweltgerechten Daseinsvorsorge. Dass auch der Naturschutz als „weicher Standortfaktor“ eine Rolle für die kommunale Entwicklung spielt, wurde inzwischen von vielen Städten und Kommunen erkannt. Erholungsvorsorge und Tourismus, nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen, Anpassungsstrategien zum Klimawandel und die Sicherung der biologischen Vielfalt im lokalen Zusammenhang sind heute von wesentlicher Bedeutung für die wirtschaftliche Ausrichtung und die Potenziale einer Region. Naturschutz muss daher auch als ökonomisch relevanter Faktor begriffen werden.
Die Naturschutzbehörden nehmen die staatlich geprägten und normierten Aufgaben wahr. Sie müssen dazu auf eine enge Kooperation mit den Städten und Gemeinden Wert legen, da die Maßnahmen des Naturschutzes zumeist flächenrelevant sind und für ihren Erfolg die örtliche Akzeptanz brauchen.
Den Gemeinden gebührt das Recht der vorsorgenden Planung für ihren Kompetenzbereich. Ihnen obliegt daher die örtliche Landschaftsplanung, die sie in der Regel integriert oder parallel zur Flächennutzungsplanung betreiben. In einigen Ländern ist diese Kompetenz auf Kreisebene gehoben. Mit der Landschaftsplanung können die Städte und Gemeinden ihre besonderen Schwerpunkte und die örtlichen Ziele im Aufgabenbereich des Naturschutz herausarbeiten, ihre Profile der gemeindlichen Entwicklung schärfen und die entsprechenden Maßnahmen und Erfordernisse festlegen. Dies ist eine große Chance, die leider viele Gemeinden noch nicht adäquat ergreifen.
Erholungs- und Gesundheitsvorsorge gehen einher mit dem kommunalen Grünsystem, seiner Qualität, Entwicklung und Ausgestaltung. Fragen zum Klimawandel oder zur lufthygienischen Belastung bekommen wachsende Bedeutung für die kommunale Maßnahmenplanung. Die Naturschutzaufgaben beinhalten die Erholungsvorsorge als einen zentralen Baustein. Allein hierdurch wird klar, wie stark die kommunale Entwicklung mit den Naturschutzzielen verzahnt sein muss.
Entsprechendes gilt für die Sicherung des Biotopverbundes und die biologische Vielfalt im Rahmen der kommunalen Verantwortung für die Flächennutzungsplanung, bauliche Entwicklung und Verkehrsinfrastruktur.
Naturschutz ist nicht umsonst zu haben. Gleichwohl sind viele Maßnahmen im kommunalen Zusammenhang mit der frühzeitigen Beteiligung und Einbindung von Nutzergruppen, örtlichen Naturschutzverbänden und dem bürgerschaftlichen Engagement oftmals ideenreich und kostengünstig zu realisieren. Neben den staatlichen Naturschutzmitteln sind auch eigene Finanzierungswege und Haushaltsansätze der Kommune nötig.
Städten und Gemeinden wird empfohlen, für Naturschutzvorhaben einen speziellen runden Tisch der Kooperation mit der Bürgergesellschaft einzurichten und grüne Bücher für Maßnahmen und Handlungen aufzulegen.

