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Freie Berufe im Naturschutz

Freiberufliche Tätigkeiten sind in vielen Feldern des Naturschutzes nicht mehr wegzudenken. Die breite Palette staatlicher Aufgaben erfordert professionelle fachliche Unterstützung, teilweise Spezialwissen, das viele Naturschutzverwaltungen im Regelfall nicht dauerhaft vorhalten können, sondern bedarfsorientiert abfragen. Obwohl freiberufliche Leistungen in Naturschutz und Landschaftspflege nicht neu sind, hat die Zahl der freiberuflich tätigen Kolleginnen und Kollegen vor allem in den letzten 30 Jahren mit den wachsenden Aufgaben deutlich zugenommen.

Die planerischen Ausbildungsgänge (Landespflege, Landschaftsplanung, Landschaftsarchitektur) haben seit vielen Jahrzehnten eine freiberufliche Tradition. Freiberufliche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen (Biologie, Landschaftsökologie u. ä.) sind vor allen in den letzten drei Jahrzehnten durch die erweiteren fachrechtlichen Anforderungen im Naturschutz verstärkt dazu gekommen. Der Organisationsgrad freiberuflicher Kollegen ist insgesamt relativ gering.

Da dies ein deutlicher Nachteil bei der Vertretung fachpolitischer Themen und Interessen ist, gründeten sich vor über 20 Jahren die ersten Ökologenverbände. Zu nennen sind hier u. a. die Ökologen Bayerns (BÖB, heute BVÖB), die Fachsektion Freiberufler im vdbiol (heute vbio bzw. BdBiol)), die Hessischen Ökologen (VHÖ) und die baden-württembergischen Landschaftsökologen (BVDL). Früh im Berufsfeld aktiv waren auch Geoökologen und Umweltingenieure.

Die meisten dieser Verbände sind heute juristisches Mitglied im Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN). Der BBN pflegt außerdem eine gute und regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Bund deutscher landschaftsarchitekten BDLA auf der Bundesebene und in den Regionen. Wichtige gemeinsame Vorhaben und Positionen werden dabei abgestimmt und ausgetauscht. Viele Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten sind Mitglied in den beiden Verbänden. Informationen zum BDLA

Der BBN arbeitet zunehmend regional und ist eines der heutigen Zentren erfolgreicher berufsständischer Arbeit im Naturschutz. Günstig wirkt sich dabei die Zusammenarbeit staatlicher und freiberuflicher Naturschutzakteure aus.

Entscheidend sind die Vernetzung, Optionen für konzentrierte Lobbyarbeit im "Ernstfall" und die aktive Mitwirkung der Mitglieder. Der Erfolg eines Verbandes hängt ganz direkt von der Zahl aktiver Mitglieder ab! Der Arbeitskreis Freie Berufe bietet hierzu eine gute Plattform.

Wir laden unsere freiberuflich tätigen Kolleginnen und Kollegen ein: Werden Sie Mitglied im BBN oder einem unserer Mitgliedsverbände und gestalten Sie mit uns eine aktive Interessenvertretung des beruflichen Naturschutzes.